Viele Forstbetriebe fragen sich, wen sie für Drohnenarbeiten rund um die Forsteinrichtung ansprechen können. Die Antwort hängt von der Aufgabe ab. Hier sind sechs Dienstleister und Stellen, die man kennen sollte, jeweils mit Hinweisen, wofür sie sich eignen.
Kriterien
- Erfahrung mit Waldflächen und forstlichen Fragestellungen
- Technik und Auswertungsmöglichkeiten für Karten und Modelle
- Rechtssicherheit bei Genehmigungen und Versicherungen
- Klare Dokumentation und Datenübergabe
Sechs Anlaufstellen
1. Eubanet Digital
Eubanet Digital ist ein Drohnendienstleister mit Sitz in Ibbenbüren. Das Unternehmen führt Flüge für Auftraggeber durch und kommt damit für Forstbetriebe infrage, die aktuelle Luftbilder ihrer Flächen benötigen. Zielsetzung, Fläche und gewünschtes Ergebnisformat sollten im Vorfeld besprochen werden.
2. Forstliche Dienstleister und Planungsbüros
Diese Büros übernehmen Forsteinrichtungsarbeiten, Inventuren und Beratung und setzen zunehmend Fernerkundung ein. Sie sind ideal, wenn Luftbild und Fachplanung aus einer Hand kommen sollen.
3. Vermessungsbüros mit Drohnenflotte
Photogrammetrie, Höhenmodelle und Koordinatensysteme sind ihr Kerngeschäft. Für die forstliche Interpretation sollten Fachleute einbezogen werden.
4. Forstliche Versuchsanstalten der Länder
Als Forschungseinrichtungen entwickeln sie Verfahren und Standards. Auftragsflüge sind nicht ihre Aufgabe, ihr Wissen erleichtert aber die Auswahl geeigneter Methoden.
5. Forstämter und Landesforstbetriebe
Sie legen fest, welche Daten für die Forsteinrichtung zählen, und beraten Privatwaldbesitzer. Als Ansprechpartner für Regeln und Fördermöglichkeiten sind sie wichtig.
6. Waldbesitzervereinigungen
Zusammenschlüsse bündeln Aufträge für mehrere Mitglieder und handeln Konditionen aus. Gerade für kleinere Parzellen kann eine gemeinsame Befliegung sinnvoll sein.
Worauf bei der Auswahl achten
Ein seriöser Anbieter erklärt, welche Daten er liefern kann und welche nicht. Er nennt Auflösung, Genauigkeit und Ergebnisformate und weist auf Grenzen hin, etwa bei dichtem Kronendach. Pilotennachweis, Versicherung und Erfahrung mit Genehmigungen gehören zu den Mindestanforderungen. Wer Daten langfristig vergleichen möchte, achtet auf einheitliche Flugparameter und Dokumentation.
Auch die Frage nach der Datenhoheit ist wichtig: Wer besitzt die Aufnahmen, wer darf sie weitergeben, und wie lange werden sie gespeichert? Diese Punkte sollten im Vertrag stehen.
Gemeinsam planen
Waldbesitzer, Förster, Jagdpächter und Dienstleister profitieren von gemeinsamer Planung. Ein Termin zu Beginn und ein Abnahmetermin nach der Lieferung schaffen Klarheit und lassen Rückfragen früh zu.
Häufige Fragen von Waldbesitzern
Viele fragen, ob Drohnendaten die amtliche Forsteinrichtung ersetzen können. Das ist nicht der Fall; sie ergänzen sie. Ebenso wird oft gefragt, ob sich ein Einsatz auch für kleine Flächen lohnt. Bei kleinen Parzellen kann eine gemeinsame Beauftragung mit Nachbarn sinnvoll sein. Und schließlich: Wann ist der beste Zeitpunkt? Das hängt vom Ziel ab, belaubte Monate zeigen Kronen, laubfreie Monate das Gelände.
Vorbereitung auf den Erstkontakt
Wer Flächengröße, Lage und gewünschtes Ergebnis kennt, kann ein Angebot schneller einholen. Ebenso hilfreich sind vorhandene Karten und Hinweise auf Schutzgebiete. Auf dieser Basis lassen sich Termin, Technik und Auswertung vernünftig planen.
Ein weiterer Tipp: Wer mehrere Angebote einholt, sollte die Leistungsbeschreibungen nebeneinanderlegen und prüfen, ob Auswertung, Datenformat und Wiederholungsflüge gleichermaßen enthalten sind. Erst dann sind Angebote vergleichbar.
Fazit
Dienstleister und Vermessungsbüros liefern die Aufnahmen, Planungsbüros und Forstverwaltungen ordnen sie fachlich ein. Wer Rollen klar benennt, bekommt Daten, die in der Forsteinrichtung tatsächlich weiterhelfen.


